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Teamarbeit über Grenzen hinweg

Naturpark Arnsberger Wald

Logo des Naturpark Arnsberger Wald
Große Ziele kann niemand alleine erreichen. Das wusste auch der Hamburger Großkaufmann und Mäzen Dr. Alfred Toepfer, als er am 6. Juni 1956 in der Universität Bonn sein Programm für 25 Naturparks vorstellte. Aufgabe der Naturparks sollte es damals sein, den Menschen Erholungsmöglichkeiten zu bieten und dem Natur- und Landschaftsschutz zu dienen. Dem großen Auditorium gehörte kein geringerer an als Bundespräsident Dr. Theodor Heuss, der sich für die Idee begeistern ließ und sich fortan engagierte.
Heute, über 50 Jahre später, präsentieren sich in Deutschland unter der Dachmarke "Nationale Naturlandschaften", 95 Naturparks, 14 Nationalparks und 14 Biosphärenreservate. Gemeinsames Anliegen aller ist es, Schutz und Nutzung der Kulturlandschaften zu verbinden. Dieses Grundkonzept einer nachhaltigen Entwicklung "Schutz durch Nutzung" ist seit jeher besonders in den Naturparks Grundlage der Arbeit.
Foto eines Baumes
Auch der Arnsberger Wald gilt seit der Landschaftsschutzordnung vom 30.Juli 1960 als Naturpark. Er war der dritte von heute 14 Naturparks in NRW. Beteiligt sind die Landkreise, Hochsauerlandkreis und Kreis Soest, die sich gegen Ende des Jahres 1961 zum Zweckverband "Naturpark Arnsberger Wald" mit Sitz in Soest zusammengeschlossen haben. Die Aufgaben des Zweckverbandes sind schnell genannt: alle erforderlichen Einrichtungen zu schaffen um den Naturpark als Erholungsgebiet für die Bevölkerung auszugestalten und zu unterhalten, sowie Maßnahmen zur Verwirklichung des Naturschutzes entsprechend den regionalen Erfordernissen zu treffen.
Foto einer Exkursionsgruppe

Dies ist leichter gesagt als getan - besonders, bei so vielen Teammitgliedern. Da kommt es darauf an, ob alle teamfähig sind oder doch nur ihr "eigenes Süppchen kochen". Bei der Vielfalt an konkreten Projekten und Maßnahmen, die der Zweckverband jährlich bewältigt, währe diese Suppe jedoch recht dünn, würde eine Kommune sie alleine anrichten wollen:

  • Erarbeitung planerischer Konzepte für Schutz, Pflege und Entwicklung sowie Erholungsvorsorge und Tourismuslenkung.
  • Koordination landespflegerischer Maßnahmen und anderer dem Entwicklungsziel dienender Maßnahmen im Zusammenwirken mit den zuständigen und fachlich berührten Behörden, Institutionen und Verbänden. 
  • Mitwirkung bei der Erhaltung von historischen Kulturlandschaften und der Umgebung von geschützten und schützenswerten Bau- und Bodendenkmalen.
  • Durchführung natur- und landschaftskundlicher Informations- und Bildungsarbeit für die Belange des Naturparks und der Ökologie. 
  • Förderung der nachhaltigen Nutzung und Vermarktung regionaler Produkte und Stärkung der regionalen Identität. 
  • Sicherung von landschaftsbezogener Erholung und eines umwelt- und sozialverträglichen Tourismus.
Was beim Bürger ankommt von dieser vernetzten Kooperation über kommunale Grenzen hinweg, sind unter anderem naturkundliche- und kulturhistorischen Exkursionen und Erkundungsgängen in denen die Schätze des gesamten Arnsberger Waldes vorgestellt werden. Dafür steht ein 650 km umfassende Wegenetz bereit auf dem Wanderer und Spaziergänger zu ausgedehnten Touren durch die sich voneinander abhebenden vier Landschaften - Haarstrang, Möhnetal, Arnsberger Wald und Arnsberger Ruhrtal - aufbrechen können.
Foto des Möhnesees
Oder man besucht den erst 1913 mit dem Bau der Talsperrenmauer entstandenen Möhnesee. Er ist der flächengrößte Stausee in Nordrhein-Westfalen und prägt weithin sichtbar die Landschaft. Hier bieten sich dem Besucher eine Fülle von naturbezogenen und modernen Freizeitmöglichkeiten, vom Schwimmen und Angeln bis hin zum Segeln und Surfen. Darüber hinaus unterhält der Naturpark auch Rast- und Spielplätze mit ausgezeichneten Freizeitmöglichkeiten, wobei besonders die Stationen "Himmelpforten" (Ense), "Bibertal" (Rüthen), "Rabennest" (Kallenhardt), Waldspielplatz "Victoria" (Warstein) und "Am Evenkopf" (Eversberg) hervorzuheben sind.
Zur Vielfalt des Naturparks Arnsberger Wald und als Besuchermagnete gehören ebenso die Waldlehrpfade im Bibertal bei Rüthen und an der Bilsteinhöhle in Warstein. Sie geben Auskunft über die Besonderheiten des Waldes und informieren über interessante und liebenswerte Details. Während andere Besucher lieber das Wildgehege an der Bilsteinhöhle in Warstein besichtigen, wo Hobby-Geologen und -Biologen gleichermaßen auf ihre Kosten kommen. Zusätzlich sind dort ganzjährig verschiedene Veranstaltungen, Exkursionen, pädagogische Programme, Führungen und Fahrradverleih im Angebot. Fakt ist: Information und Bildung erhält man im Naturpark Arnsberger Wald nur durch zeitgemäße Erlebnispädagogik und gepaart mit viel frischer Luft und Erholung.
Dabei werden alle Veranstaltungen des Naturparks Arnsberger Wald in Kooperation mit dem Landschafts-Informations-Zentrum Wasser und Wald und vielen weiteren Kooperationspartnern durchgeführt. Und auch für die Zukunft wird Teamarbeit groß geschrieben: Für die im Bereich des Naturparks liegenden Kommunen Ense, Möhnesee, Warstein und Rüthen wurde ein integriertes ländliches Entwicklungskonzept (ILEK) erarbeitet in dem über 20 Projektskizzen enthalten sind. Die Spannweite reicht von Basisprojekten zur grundlegenden Bestandsaufnahme und Neuorientie-rung, wie zum Beispiel ein Gesamt-Wegekonzept für den Naturpark über Thementouren zum "Mythos Wald" bis zum Ausbau des Landschafts-Informationszentrum, LIZ und der Einrichtung eines Naturparkzentrums.
Viele Aufgaben, die nur im Team bewältigt werden können. Hierzu trägt auch die Mitarbeit im Netzwerk Wald und Holz bei. Denn große Ziele kann niemand alleine erreichen.

Naturpark Arnsberger Wald

Logo des Naturpark Arnsberger Wald
    
Gründungs-
jahr
1960

Anschrift

Hoher Weg 1-3
59494 Soest

Mitarbeiter

k. A. Telefon 02921 30-2252

Umsatz

k. A.

Telefax

Ansprech-
partner 

Michael
Matysiak

E-Mail

arnsberger-wald@kreis-soest.de
   

Internet

http://www.naturpark-arnsberger-wald.de