Die Strangpressplatte
High-Tech-Werkstoff für die moderne InnentürSauerländer Spanplatten GmbH & Co. KG
Das Strangpressverfahren
Die Grundzüge dieses Verfahrens haben sich bis heute nicht geändert. Aus technischen Gründen ließen sich preiswerte Resthölzer zunächst nur mit der Strangpressmethode verarbeiten, nicht aber mit anderen Herstellverfahren in der Spanplattenindustrie. Dieser Vorteil ermöglichte dem Strangpressverfahren die besonders wirtschaftliche Herstellung von Plattenwerkstoffen in den 1950er und 1960er Jahren für die Möbelindustrie.
Die zerkleinerten, getrockneten und beleimten Späne fallen durch einen Einfallkanal unter den Kolben zwischen die Heizplatten. (1)
Der über Exzenter angetriebene Kolben komprimiert die Späne und schiebt den Plattenstrang vor. (2)
Die Dichte der Platte wird durch den Gleitwiderstand im Presskanal definiert. Unter Druck und Hitze härten die beleimten Späne aus.
Der endlose Plattenstrang verlässt senkrecht die Pressen, wird über Gleitbahnen zu Ablängsägen geführt, auf die gewünschten Formate geschnitten und schließlich gestapelt. Nach mehrtägiger Reifezeit ist die SAUERLAND Spanplatte versandbereit.
Mit Beginn der 1970er Jahre spezialisierte sich das Unternehmen jedoch auf die gezielte Entwicklung und Vermarktung seiner Produkte für die Türenindustrie. Die zunehmende Nachfrage führte 1991 zum Kauf des Spanplattenwerkes in Gotha. Beide Werke beschäftigen heute 310 Mitarbeiter.
Die Produktion
Werk Arnsberg
Werk Gotha
Das Produkt
Das Strangpress-Verfahren ist das erste kontinuierliche und das einzige Verfahren zur Herstellung von Röhrenspanplatten. Die Späne stehen überwiegend senkrecht zur Plattenoberfläche und der Aufbau ist homogen, d.h. es herrscht die gleiche Dichte über dem gesamten Plattenquerschnitt.
Die Struktur der "stehenden Späne" führt zu anderen Platteneigenschaften als bei der flachgepressten Spanplatte (FPY) und bietet damit folgende Vorteile: Hohe Druckfestigkeit, hohe Dickengenauigkeit, große Biegeweichheit, günstiges Klimaverhalten und günstiges Abbrandverhalten der fertigen Tür im Feuertest.
Komponenten für die Türenindustrie
Im Laufe der Zeit sind die technischen und ästhetischen Ansprüche an die moderne Innentür ständig gestiegen. Daher liefert die SAUERLAND Spanplatte inzwischen komplette Systemlösungen mit vielen Spezialprodukten: Vollflächige Einlagenvarianten, verschiedenste Zuschnitte, Röhren-Streifen für vollautomatische Lege-Anlagen und Rahmenverstärker.
Darüber hinaus sind auch mehrschichtige Einlagen für hohe Schalldämmung (einlagig bis 32 dB, mehrlagig bis 40 dB) im Programm. Eine Kombination mit anderen Materialien, z.B. mit Kork, liefert Ergebnisse bis 42 dB. Speziell für Feuerschutztüren über 60 min wurden mehrschichtige Aufbauten entwickelt.
Forschung und Entwicklung
Ausblick
Die stranggepresste Röhren- und Vollspanplatte hat in der modernen Tür einen festen Platz. Als flächige Türeinlage erfüllt sie die Erfordernisse, die im Wohnungs- und im Objektbau an Türen im Bezug auf Schallschutz, Feuerwiderstand, Einbruchsicherheit und Formstabilität im Differenzklima gestellt werden.
Gerade bei Türkonstruktionen kommen die technologischen Vorteile aufgrund der besonderen Eigenschaften voll zur Geltung. Dennoch muss gemeinsam mit den Kunden weiterhin entwickelt und geforscht werden, um die steigenden Anforderungen der Türenindustrie auch zukünftig zu erfüllen.
Gleichermaßen wichtig sind die Erschließung und der Ausbau von Märkten außerhalb Deutschlands. Lieferte das Unternehmen in den 1950er Jahren kaum über die Grenzen Westfalens hinaus, hat der Export gerade in den letzten Jahren stark an Bedeutung gewonnen. Die Belieferung erfolgt heute in mittlerweile 57 Länder bei einem Exportanteil von 60% des Umsatzes. Damit sind die "Sauerländer Spanplatten GmbH & Co. KG" und die "Spanplattenwerk Gotha GmbH" die weltweit größten Hersteller dieses Produktes.
Sauerländer Spanplatten GmbH & Co. KG
| Gründungs- jahr |
1951 |
Anschrift |
Zur Schefferei 12 59821 Arnsberg |
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Mitarbeiter |
310 | Telefon | 02931 876-0 |
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Umsatz |
80 Mio. € |
Telefax |
02931 876-118 |
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Ansprech- |
Aribert Topp |
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Internet |


