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Bindeglied zwischen Wissenschaft und Praxis

Lehr- und Versuchsforstamt Arnsberger Wald - Beratungsstelle für Forstvermehrungsgut, Waldbau, Waldinventuren (ehemals Forstgenbank)

Foto desr Forstgenbank
1987 wurde im Arnsberger Stadtteil Obereimer die Forstgenbank des Landes Nordrhein-Westfalen gegründet. Sie ist heute Sitz der Schwerpunktaufgabe "Ökologischer Waldbau und Forstgenetik" des Landesbetriebes Wald und Holz Nordrhein-Westfalen und umfasst die drei Aufgabenbereiche "Ökologischer Waldbau", "Forstgenbank NRW" und "Forstliches Saat- und Pflanzgut".

Ökologischer Waldbau

Foto des Arnsberger Waldes
Der Aufgabenbereich "Ökologischer Waldbau" sucht Wege zu einer naturnahen Waldbewirtschaftung und vermittelt sie der forstlichen Praxis durch Beratung und Fortbildung.

Das Ziel der naturnahen Waldwirtschaft sind standort- und funktionsgerechte, leistungsstarke Wälder. Ein Schwerpunkt auf dem Weg dorthin ist die Erforschung der Dynamik von Waldökosystemen, um die im Wald ablaufenden natürlichen Prozesse besser nutzen zu können. Die stärkere Einbindung natürlicher Abläufe in die Bewirtschaftung führt zu einer "biologischen Rationalisierung". Sie macht die Arbeit im Wald bei verringertem Aufwand effektiver.

Der Aufgabenbereich "Ökologischer Waldbau"

  • erprobt unterschiedliche Naturverjüngungsverfahren,
  • entwickelt neue Pflanzschemata und rationelle Kulturtechniken,
  • entwirft alternative Durchforstungsmodelle zur Konkurrenzsteuerung,
  • erarbeitet Konzepte zur Einbeziehung von Pionier- bzw. Begleitbaumarten, 
  • konzipiert den Umbau von Nadelholzreinbeständen in Mischbestände,
  • erarbeitet Empfehlungen für die naturnahe Bewirtschaftung der Wälder in Nordrhein- Westfalen.

Forstgenbank NRW

Foto junger Triebe in Gläsern
Der Arbeitsbereich "Forstgenbank NRW" sichert die genetische Vielfalt der Wälder. Die genetische Vielfalt ist eine Grundvoraussetzung für die Stabilität von Waldökosystemen und damit für den wirtschaftlichen Erfolg der Forstbetriebe.

Dabei wird die genetische Vielfalt vor allem durch folgende Faktoren bedroht:

  • Schädigung bzw. Vernichtung angepasster Waldökosysteme durch den Klimawandel,
  • Waldschäden durch Schadstoffeinträge,
  • ausbleibende natürliche Verjüngung der Wälder infolge von Bodenversauerung,
  • schwache Blüte und Fruktifikation in geschädigten Beständen,
  • Waldverluste durch Siedlungen, Straßenbau, Tagebau etc.,
  • Aussterben seltener Baum- und Straucharten,
  • Verdrängung heimischer Vorkommen durch fremde, nicht angepasste Herkünfte.

 Die Forstgenbank

  • erfasst und bewertet die genetischen Ressourcen der Wälder Nordrhein-Westfalens,
  • hilft mit, wertvolle Bestände und Vorkommen seltener Baum- und Straucharten zu erhalten,
  • erntet wertvolles Saatgut zur Sicherung der genetischen Vielfalt und der Artenvielfalt auf baumschonende Weise,
  • bildet Saatgutreserven für Notfälle und Kalamitäten,
  • bewahrt die Genressourcen bedrohter Bestände in neu begründeten Ersatzbeständen,
  • sichert gefährdete Baum- und Straucharten sowie bedrängte Vorkommen in Samenplantagen und Klonsammlungen. 

Forstliches Saat- und Pflanzgut

Foto von neuen Trieben
Der Aufgabenbereich "Forstliches Saat- und Pflanzgut" arbeitet mit Waldbesitzern und Forstbetrieben bei der Versorgung des Marktes mit hochwertigem, standortangepasstem Vermehrungsgut zusammen. Langfristiger Erfolg im Waldbau hängt nicht nur von der äußeren Pflanzenqualität (Gesundheit, Frische, Form und Größe der Pflanzen), sondern auch von der Wahl einer geeigneten Pflanzenherkunft ab. Die Herkunft beeinflusst maßgeblich die ökologischen Eigenschaften und die wirtschaftlichen Wert von Waldbeständen.

Der Aufgabenbereich "Forstliches Saat- und Pflanzgut" berät und unterstützt Forstbetriebe, Waldbesitzer und Behörden bei allen Fragen, die forstliches Vermehrungsgut betreffen und

  • bereitet Erkenntnisse aus Herkunftsversuchen, Nachkommenschaftsprüfungen, Anbau- und Anzuchtversuchen für die forstliche Praxis auf,
  • wählt Saatgutbestände aus und dokumentiert sie im Erntezulassungsregister,
  • hilft bei der Saatguternte und -vermarktung,
  • baut Samenplantagen zur einfacheren Ernte hochwertigen Saatgutes auf.

 

Lehr- und Versuchsforstamt Arnsberger Wald - Beratungsstelle für Forstvermehrungsgut, Waldbau, Waldinventuren (ehemals Forstgenbank)

Logo des Landesbetriebes Wald und Holz NRW
    
Gründungs-
jahr
1987

Anschrift

Obereimer 2a
59821 Arnsberg

Mitarbeiter

 23 Telefon 02931 7866-400

Umsatz

k. A.

Telefax

02931 7866-422

Ansprech-
partner 

Dr. Bertram
Leder

E-Mail

bertram.leder@wald-und-holz.nrw.de
   

Internet

http://www.wald-und-holz.nrw.de/