Gespeist wird die 1,5 Mio. Euro teure Anlage aus Restholz, das bei Forstarbeiten massenhaft anfällt. Die daraus geschnittenen Holzchips werden getrocknet und dann auf einem Rost bei 700 Grad Celsius verbrannt. Die erzeugte Wärme treibt unter geregelter Sauerstoffzugabe das Holzgas aus, das in einem Blockheizkraftwerk für die Erzeugung von Strom und Wärme eingesetzt wird. Thomas Wienands: "Für unsere Anlage brauchen wir rund 1.800 Tonnen Waldholz im Jahr. Dafür ist Arnsberg ein idealer Standort." Sein Unternehmen betreibt die Anlage gemeinsam mit den Stadtwerken Düsseldorf, die u.a. auch bei der Finanzierung neuer Anlagen behilflich sind. Das Know How dieser neuen Technologie wurde in Großbritannien von der Biomass engineering Ltd. entwickelt und zur Marktreife gebracht. Das Team des deutschen Unternehmens besteht aus erfahrenen Ingenieuren, Logistikern, Betriebswirtschaftlern und Finanzkaufleuten die im Auftrag ihrer Kunden neue Anlagen planen, bauen, in Betrieb nehmen und kontinuierlich Warten. Für ihre Kunden ist dies kein schlechtes Geschäft. Alleine der erzeugte Strom wird dank diverser Boni im Erneuerbare-Energien-Gesetz mit rund 20 Eurocent je Kilowattstunde vergütet. Bei einer optimalen Anlagennutzung und einer möglichst großen Wärmenutzung errechnet sich nach voller Finanzierung und der Volltilgung der Investition über 10 Jahre ein positiver Betriebserfolg. "Das motiviert viele Interessenten in waldreichen Gebieten, eine eigene Stromerzeugung zu starten", sagt Thomas Wienands. So könnten durch diese neue Vergasertechnologie vielen neue "Leuchttürme" entstehen, die nicht nur Strom und Wärme liefern sondern einen Beitrag leisten zum Aufbau einer dezentralen Energieversorgung in Deutschland.