ARNSBERGER WALD FORUM
Vortragsveranstaltung
"Arbeitsplatz Wald - zwischen Lowtech und Hightech"
In Zusammenarbeit mit dem Netzwerk Wald und Holz Arnsberg veranstaltete der Landesbetrieb Wald und Holz Nordrhein-Westfalen am 02. Juli 2009 zum ersten Mal das "ARNSBERGER WALD FORUM".
Vier hochkarätige Vorträge zum Thema "Arbeitsplatz Wald - zwischen Lowtech und Hightech" lockten am Donnerstag Nachmittag trotz sengender Hitze über 100 Teilnehmer aus den Sparten Forst- , Holzwirtschaft und Naturschutz nach Arnsberg-Neheim in das Forstliche Bildungszentrum für Waldarbeit und Forsttechnik.
Günter Dame, Leiter des Lehr- und Versuchsforstamtes Arnsberger Wald: "Unsere Erwartungen wurden voll erfüllt! Viele Akteure rund um den Wald haben die hier gebotene Gelegenheit genutzt, ihre Standpunkte auszutauschen und einen Dialog zu beginnen".
Dr. Franz-Lambert Eisele, Landesforstchef von Nordrhein-Westfalen, sprach in seinem Vortrag "Megatrends bei Forst und Holz" nicht nur über Low- und Hightech, sondern rückte als einen weiteren Punkt die "Softtech" in den Blick: Neben Handarbeit und Maschinenbeherrschung würden auch Dienstleistungen im Bereich Umweltbildung und Tourismus für die zukünftige Gesellschaft gefragt sein. Die Forstwirtschaft solle hier ihre Kompetenzen nutzen und ihre Ausbildung auch auf diesen Bereich ausweiten. Hier böten sich ebenso Ansätze für den Privatwald, neue Geschäftsfelder zu generieren.
In ihrem Vortrag "Reif für den Wald? Anforderungen und Attraktivität der modernen Waldarbeit" forderte Frau Dr. Ute Seeling, geschäftsführende Direktorin des Kuratoriums für Waldarbeit und Forsttechnik (KWF), eine Imagekampagne für den attraktiven und vielseitigen, aber auch gefährlichen Forstberuf.
Ralf Dreeke Geschäftsführer einer der führenden Forsttechnikfirmen Deutschlands und Generalimporteur der Firma Ponsse aus Finnland, stellte in seinem Vortrag "Hochmechanisierte Holzernte im Spannungsfeld zwischen Ökonomie und Ökologie" fest, dass nicht die Technik an sich das Spannungsfeld eröffne, sondern die Ziele der Menschen letztlich den Einsatz der Technik mit ihren Konsequenzen bestimmten. Das Aufeinanderzugehen der unterschiedlichen gesellschaftlichen Interessengruppen sei Voraussetzung für neue Wege in der Holzernte bzw. der Holzerntetechnik.
"Vom Weltall in den Wald" führte Professor Dr. Jürgen Roßmann die Zuhörer mit einem interessanten Vortrag über die Anwendungsmöglichkeiten der Satellitentechnik im Wald. Die virtuell erstellte Visitenkarte für den Einzelbaum könne die Chance eröffnen, Routinearbeiten im Wald zu minimieren und dadurch gleichzeitig forstlichen Sachverstand effektiver einzusetzen.
Die einleitenden Grußworte des Bürgermeisters der Stadt Arnsberg, Hans-Josef Vogel, und des Leiters des Landesbetriebes Wald und Holz NRW, Frank-Dietmar Richter, sowie die abschließende - ausdrücklich erwünschte - Diskussion bildeten den Rahmen für die gelungene Veranstaltung.


